Geld verdienen mit der eigenen Website

Ihr habt eine eigene Website oder einen Blog und wollt die Kosten für die Domain oder für das Webhosting wieder reinholen? Vielleicht wollt ihr auch nur ein kleines Taschengeld nebenbei verdienen? Dann ist das Schalten von Werbung eine gute Möglichkeit. Diese Möglichkeit erfordert kaum Wissen über das Entwickeln von Webseiten und kann daher von jedem angewendet werden, der eine eigene Website besitzt oder sich eine Website erstellen will. Ein wenig HTML-Kenntnisse sind aber sicher von Vorteil. Es gibt viele Methoden um Werbung auf die Seite zu bekommen. Auch die Werbeformen unterscheiden sich teilweise enorm. Welche Werbeformen am besten Funktionen hängt immer vom Thema der Seite, Aufbau der Seite, Anzahl der täglichen Besucher u.v.m. ab. Ich möchte euch mit diesem Beitrag einen kleinen Überblick geben, wie ihr eure Website zu Geld machen könnt.

Werbeformen

Es gibt eine Reihe an Werbeformen, die genutzt werden können um mit der eigenen Homepage Geld zu verdienen. Ich werde nun ein paar davon kurz beschreiben und meine eigenen Erfahrungen mit diesen Werbeformen darlegen.

Klassische Werbebanner

Die Bannerwerbung ist eine der häufigsten Werbeformen. Dabei werden Banner in die eigene Webseite eingebunden. Es gibt verschiedene Bannergrößen. Welche am besten funktionieren ist von der Website und der Platzierung in der Seite abhängig. Ich habe die besten Ergebnisse mit Skyscrapern oder Leaderboards gemacht.

Früher war es noch so, dass jede Einblendung des Banners (PayPerView) bezahlt wurde. Heute allerdings gibt es nur noch wenige Anbieter von PayPayView-Anzeigen. Auch eine Vergütung für jeden Klick (PayPerClick) auf den Banner ist ehr selten geworden. Die häufigsten Formen der Vergütung bei Bannern sind die Bezahlung für erfolgreich vermittelte Registrierungen (Leads) oder abgeschlossenen Kaufakte (Sales). Allerdings gibt es trotzdem noch einige wenige Seiten die eine PayPerView- oder PayPerClick-Vergütung für Banner anbieten. Diese setzen allerdings meistens eine Mindestmenge an Besuchern voraus.

Google Adsense ist dabei noch die lohnendste Variante. Allerdings hat man dort keinen Einfluss auf die Banner und die Vergütung.

Ist keine Werbung mehr verfügbar, wird die Einblendung eingestellt und nichts weiter vergütet. Damit der Bannerplatz aber nicht leer bleibt, können eigene Werbebanner hinterlegt werden, die bei erschöpften Werbekontingent eingeblendet werden

Affiliate Marketing

Affiliate-Programme sind Partnerschaften zu Unternehmen, die Werbung schalten wollen. Hierbei kann man selber bestimmen, welche Partner man auf seine Website einbindet. In der Regel werden dabei viele verschiedene Werbebanner zur Verfügung gestellt. Allerdings müssen auch die Unternehmen, die die Werbung anbieten, oft zustimmen.

Das Affiliate Marketing ist vor allem für Seiten geeignet, die eine bestimmt Zielgruppe ansprechen. Allerdings können auch Blogs mit sehr unterschiedlichen Inhalten davon profitieren. Dabei ist es wichtig, die Affiliate-Links geschickt und zielgruppengerecht in die Texte einzubauen. Die Vergütung erfolgt dabei meistens anhand von vermittelten Kaufakten oder Registrierungen. Oft erhält der Webseitenbetreiber auch eine Provision vom gekauften Artikel, der vermittelt wurde und teilweise sogar noch von Artikeln die in der Zukunft gekauft werden.\r\nMit den Affiliate Marketing habe ich bisher die besten Erfahrungen gemacht. Wenn man die Affiliate-Banner auf seiner Webseite zielgruppengerecht und strategisch einbaut, ist die Klickrate und somit auch eine erfolgreiche Vermittlung weit aus besser als bei zufälligen Bannern mit der klassischen Bannerwerbung.

Schreibt man zum Beispiel einen Bericht über seine letzte Urlaubsreise und bettet in diesem Bericht einen Affiliate-Link zum Reiseveranstalter ein, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass dieser Link angeklickt wird, da jemand der den Bericht liest ein gewisses Interesse an dieser Reise hat.

Es gibt sehr viele Anbieter von Affilate-Partnerschaften. Ich arbeite bisher mit 3 Anbietern (belboon, zanox, affilinet) und bin sehr zufrieden damit, da sie eine Menge an Unternehmen abdecken und die Übersicht so erhalten bleibt.

Direktvermarktung

Eine weitere Form ist die Direktvermarktung. Bei dieser Variante werden die Werbeplätze direkt an interessierte Käufer verkauft. Es befindet sich kein Anbieter dazwischen, was zu höheren Einnahmen führt. Allerdings lohnt sich diese Art der Werbung nur bei einer großen Besucherzahl. Auch das Thema und die Art der Homepage sind dabei relevant. Kleine private Seiten werden mit dieser Werbevariante keinen Erfolg erzielen. Vereinsseiten oder Communityseiten mit einer hohen Besucherzahl profitieren schon ehr von dieser Möglichkeit Geld mit der eigenen Webseite zu verdienen.

Sonstige Werbeformen

Es gibt sicherlich noch viele andere Formen um Werbung auf die Seite zu bringen. Allerdings würde das im Rahmen dieses Artikels zu weit führen. Daher kurz noch ein paar Formen, an die ich mich bisher versucht habe.

PopUp/PopDown

Diese Varianten sollten bereits bekannt sein. In der heutigen Zeit sind diese Werbeformen sehr unrentabel, da die meisten Browser standardmäßig einen PopUp-Blocker besitzen und die Werbung beim Nutzer daher nie angezeigt wird. Die Einnahmen sind trotz hoher Anzahl an Benutzern sehr gering.

Layer

Hierbei unterscheidet man Spotlight Layer und Frame Layer. Der Unterscheid liegt dabei in der Art der Einblendung. Ein Layer ist ähnlich wie ein PopUp, wird aber nicht vom Browser geblockt. Die Werbebotschaft schiebt sich über die ganze Zeit und muss vom Nutzer geschlossen werden. Ein Frame Layer wird eingeblendet ohne die Funktionen der Seite zu blockieren. Beim Spotlight Layer hingegen wird der Hintergrund verdunkelt und in den meisten Fällen auch die Funktionalität der Seite solange gesperrt, bis der Layer geschlossen wird. Layer führen zu einer hohen Aufmerksamkeit und werden oft auch für die reinen Einblendungen vergütet. Allerdings wird diese Werbeform auch als sehr lästig angesehen und schreckt Nutzer ab, die Seite öfter zu besuchen. Daher ist mit Layern meiner Ansicht nach Vorsicht geboten. Wenn sie eingesetzt werden, dann in geringen Maßen.

Magic Corner

Bei dieser Werbeform wird die Werbung in einer Ecke des Browserfensters angezeigt. Die Seite sieht dann aus, als würde sich die Tapete in einer Ecke lösen oder wie ein Eselsohr in der Seite. Fährt der Nutzer mit der Maus über diese Ecke, rollt sich die Werbung über die ganze Seite verteilt auf.

Die drei genannten Werbeformen hatte ich am Anfang öfter im Einsatz, habe diese aber mit der Zeit stark reduziert, da die Resonanz der Nutzer ehr negativ und auch ein Rückgang der Besucher zu verzeichnen war. Allerdings ist der Verdienst vor allem mit Layern sehr verlockend.

Erfolgreiche Verwendung

Welche Werbeform zu welcher Seite passt, kann man so pauschal nicht sagen. Ich habe bereits einige Dinge genannt, die den Erfolg der Werbung auf der eigenen Seite beeinflussen. Wichtig ist immer ein gesunder Mix der beschriebenen Werbeformen. Man darf den Leser aber auf keinen Fall mit zu viel Werbung überfordern. Die besten Werbeplätze sind die, die vom Nutzer nicht als Werbung, sondern als interessante Information angesehen werden. Diesen Effekt erzielt man vor allem mit dem Affiliate Marketing, da man seiner Zielgruppe das vorsetzen kann, was für sie interessant ist. Die Werbung sollte auch immer gut sichtbar sein und nicht irgendwo versteckt werden, wo der Nutzer sie nicht bemerkt. Am Anfang ist es wichtig viel auszuprobieren und mit mehreren Werbeformen und Formaten zu experimentieren. Nur so kann man den Erfolg langfristig verbessern. Die meisten Anbieter von Werbung bieten Statistiken, die den Erfolg oder Misserfolg einer Kampagne sehr gut messbar machen.

Das Einbinden in die Webseite ist sehr einfach. Alle Anbieter bieten einen HTML-Code an, der nur noch an die richtige Stelle im Quellcode eingefügt werden muss. So kann das Geldverdienen mit der Werbung auf der eigenen Homepage sofort losgehen. Wie die Werbemittel genau eingebunden werden erfährt man in den meisten Fällen auf den Webseiten der Anbieter.

Mit Werbung auf der eigenen Homepage kann man schon die eine oder andere Mark verdienen. Allerdings bei kleinen Projekten mit unter 10 Besuchern am Tag wird es vielleicht gerade einmal zum Ausgleich der Kosten für den Internetauftritt reichen. Hier empfehle ich die Verwendung von Google AdSense, womit ich auf Seiten mit geringen Besucheraufkommen die besten Erfahrungen gemacht habe. Je mehr Besucher auf eine Seite kommen, desto mehr Möglichkeiten ergeben sich beim Schalten von Werbung. Allerdings reicht eine hohe Anzahl an Nutzer nicht aus um viel Geld zu verdienen. Die Werbung muss strategisch ausgewählt und platziert sowie der Erfolg gemessen und die Strategie regelmäßig angepasst werden. Nur so holt man das Beste aus seiner Website raus.

Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick in die Möglichkeiten des Geldverdienens mit der eigenen Website geben. Es lohnt sich immer es zu wenigstens zu probieren.